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Fotoausstellung
Versunkene-Welt

Versunkene Welt

Die Fotografien des weststeirischen Landwirts, Musikers und Motorradpioniers Franz Fauth
Zu Lebzeiten war Franz Fauth (1870–1947) im oberen Sulmtal eine illustre Persönlichkeit. Er verschreckte als einer der ersten Motorradbesitzer im Bezirk Deutschlandsberg Mensch und Vieh und erfreute sich als Musikant des »Fauth Trios« großer Beliebtheit.

Seit 1888 war Fauth auch als Fotograf tätig und betrieb erfolgreich ein Atelier auf seinem Hof in Korbin. In den Bildern des Steirers spiegeln sich auch die politischen Umbrüche wider. Alle haben in seinem Hofatelier Aufstellung genommen: Bauersleute, fahrende Händler, Hochzeiter und Jäger, noble Damen, Soldaten der k.u.k.-Armee, Hitlerjungen, SA-Angehörige, Wehrmachtssoldaten, Kriegsgefangene und Tito-Partisanen. Die Namen der abgebildeten Personen sind meist unbekannt.

»Franz Fauth macht in seiner Fotografie keinen Unterschied zwischen Freund und Feind, das ist auch österreichweit eine singuläre, beachtenswerte Position«, sagt Heimo Hofgartner von den Multimedialen Sammlungen im Universalmuseum Joanneum. Fauths kulturhistorisches Vermächtnis wurde 2016 in Korbin – nur knapp zehn Kilometer von St. Ulrich in Greith entfernt – in einer »fotoarchäologischen Grabung« gehoben: 12.000 Glasplattennegative, Fotopositive, Dokumente und fotografische Geräte lagen auf dem Heuboden oberhalb der einstigen Dunkelkammer. Die Ausstellung »Versunkene Welt« erzählt die außergewöhnliche Geschichte des außergewöhnlichen Weststeirers Franz Fauth.

Kurator: Martin Behr

Ausstellung derzeit leider nicht zu besichtigen.


V I D E O S   Z U R   A U S S T E L L U N G


B U C H   Z U R   A U S S T E L L U N G

Franz Fauth (1870-1947):
Fotograf, Musiker und Bauer aus Korbin in der Weststeiermark

von Heimo Hofgartner (Hrsg., Vorwort), Franz Fauth (Fotograf)

Dieser Band der Publikationsreihe der Multimedialen Sammlungen des Universalmuseum Joanneum ist dem weststeirischen Fotografen Franz Fauth (1870-1947) gewidmet, einem der ersten Lichtbildner des Bezirks Deutschlandsberg.
Gebundene Ausgabe, 180 Seiten, Deutsch, ISBN 978-3902542878
Preis: 20,- Euro

Erhältlich im Greith-Haus sowie im Buchhandel.


Eröffnung: Samstag, 12. September 2020, 18 Uhr
Musikalische Begleitung: Gstrichen Vui

Die Ausstellung läuft bis voraussichtlich 31. März 2021.

Für Besichtigungen ist das Greith-Haus Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag und Samstag von 14 bis 18 Uhr, an Veranstaltungstagen ab 14 Uhr und jederzeit nach telefonischer Voranmeldung geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Ausstellung derzeit leider nicht zu besichtigen.

In Kooperation mit dem Museum für Geschichte, Graz/Universalmuseum Joanneum