Bemerkungen zur Ausstellung

Klassiker der Moderne: Von A wie Attersee bis Z wie Zeppel-Sperl
Prof. Gerhard Kisser, Peter Infeld Privatstiftung

Als uns nach der vorjährigen Präsentation der »Phantastischen Realisten« eine neuerliche Leihgabenbitte der engagierten Obfrau Helena Wallner der wunderbaren Institution »Greith-Haus« erreichte, waren wir gerne bereit, wieder einige Werke aus der Sammlung Infeld zur Verfügung zu stellen.

Den räumlichen Gegebenheiten in St. Ulrich Rechnung tragend beschränkte sich die Werks-Auswahl der übrigen Künstler – von denen wir aus eigenem Sammlungsbestand jeweils Einzelausstellungen bestücken könnten – auf wenige qualitativ hochwertige Arbeiten. Sie stehen stellvertretend für die Fülle hervorragender österreichischer Künstler, deren Werke von Peter Infeld vor allem ab den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts gesammelt wurden. Darunter frühe Arbeiten auf Papier von Christian Ludwig Attersee, Arnulf Rainer, Bruno Gironcoli und von Alfred Hrdlicka, von dem auch einige exquisite Skulpturen zu sehen sind. Ergänzt wird diese Exposition mit Gemälden von Georg Eisler, Adolf Frohner, Franz Ringel und dem leider viel zu früh verstorbenen Robert Zeppel-Sperl.

Obwohl die frühen »Klassiker« des 20. Jahrhunderts nicht unbedingt zu den Schwerpunkten der Sammelleidenschaft des Musiksaitenproduzenten und Kunstmäzens Peter Infeld (1942 – 2009) zählten, freut es uns doch besonders, auch in dieser Ausstellung einige Highlights wie »Mädchen mit grünen Strümpfen« von Egon Schiele, eine Gouache von 1914 oder ein selten gezeigtes undatiertes »Mädchenbildnis« von Koloman Moser, das etwa 1910 entstanden ist, zeigen zu dürfen.