Aus der Presse zitiert

Pongratz ist ein motorischer Transformator. Ein Vermittler der »bewussten« Art brut in der österreichischen Kunstgeschichte. Jemand, dessen Bilder sich im Sinne einer ständigen Entfaltung von der Seele malen müssen. Bilder, die gleichermaßen Chaos, Verwirrung und die darin befindliche Ordnung aufweisen, entstehen…
(…) Wie Banderolen gesäumt von Palmen, Häusern oder Figuren, in deren Verdauungsapparate man Einsicht hat, finden sich Sprüche wie GET MAD, GET MAD YOU, SOFTLY AS IN A MORNING SUNRISE, MORNING GLORY, welche nicht zuletzt verbale Hinweise über geistige oder geographische Destinationen sind.
Wilfried Seipel

Mitten aus Verzweiflung am zuletzt gemalten Bild malt er sein nächstes. Es gibt aber so etwas wie Schneisen der persönlichen Entwicklung, an der zu ermessen ist, was ihn zutiefst beschäftigt und treibt, verwunderlich Bewundertes ebenso wie andere starke Erlebnisse (des Zeitgeschehens etwa im ehemaligen Jugoslawien).
Otto Breicha

Pongratz ist nicht in Versuchung, sich als literarischer Illustrator-Künstler zu profilieren, zu viele Lesearten und widersprüchliche Auslegungen bieten sich für das Werk der neunziger Jahre an. Der teils spontan gefundene, teils bewusst gesetzte, mit Bezügen zur Geisteskrankenkunst und Kinderzeichnung psychisch aufgeladene Ausdruckkomplex überlässt dem Betrachter die endgültige Deutung.
Peter Gorsen

Peter Pongratz ist sicher ein Künstler, der schwer einzuordnen ist, der sich den Etikettierungen weitgehend entzieht. Bereits in den frühen 1960er Jahren hat er sich etwa für die inzwischen zu gefeierten Stars gewordenen Künstler von Gugging interessiert. Dazu zitiert Pongratz auch in seinen Bildern Dubuffet, Max Ernst oder Jean-Paul Basquiat. Peter Pongratz hat ein nicht ungetrübtes Verhältnis zu Kunsttheoretikern und Verantwortlichen im Kunstbetrieb. Im Sinne von Zeitgeist werden Stile und Moden diktiert, und das verstelle manchmal den Blick auf das Wesentliche, meint Pongratz.
Christian Fillitz