Pressestimmen
Das Greith-Haus hat in den letzten Jahren in vielen Medien Beachtung gefunden. Hier finden Sie einen Auszug aus den zahlreichen Berichten.
Das Greith-Haus hat in den letzten Jahren in vielen Medien Beachtung gefunden. Hier finden Sie einen Auszug aus den zahlreichen Berichten.
Dem Künstlerpriester Josef Fink, der die Kunstszene in der Steiermark geprägt hat, ist im Greith-Haus eine Retrospektive gewidmet. In dieser Ausstellung sind vor allem die Frühwerke des Künstlers zu sehen – dazu zählen unter anderem noch nie veröffentlichte Ölbilder sowie Zeichnungen und Monotypien. Mit der Retrospektive würdigt Leiterin Helena Wallner nicht nur seine Werke: »Er hat uns nicht nur begleitet, sondern auch geholfen, Steine aus dem Weg zu räumen. Das Frühwerk zeigt auch, welche grafische Urgewalt in ihm gesteckt ist. Er war ein Getriebener, und so sind zum Teil auch seine Arbeiten.«
Frida Kahlo heißt derzeit Peter Sengls größte Inspirationsquelle. 2010 und im laufenden Jahr schuf der Maler eine ganze Serie von Mischtechnikbildern, die ihrerseits berühmte Gemälde der mexikanischen Kultkünstlerin zitieren, variieren. Die Frau mit den unverkennbar kräftigen Augenbrauen in eine andere Welt versetzen – ins Sengl-Universum. Die retrospektiv angelegte Ausstellung absolviert der Pauser-Schüler als »Grenzgang« (Ausstellungstitel) in seiner Heimat. In der Tat ist Sengls Kunst ein Grenzgang zwischen dem Schönen und dem Schrecklichen. Die Ästhetik der Oberflächen täuscht, darin ist Sengl Kahlo verwandt. Prächtige Farben und elegante Formen zeigen dem näheren Blick erhebliche Abgründe.
Walter Titz
In seinen Arbeiten stellt Peter Sengl menschliche Phantasien und Obsessionen dar, oft lüstern und voll doppelbödiger Ironie. Die Ausstellung im Greith-Haus in St. Ulrich am Greith ist für den Weststeirer so etwas wie ein Heimspiel.
Sengl überrascht seit mehr als 35 Jahren mit surrealen, oft verschreckend und befremdlich wirkenden Bildern. Als Provokateur sieht sich der künstlerische Grenzgänger aber nicht: »Ich will nicht provozieren, sondern ich mach’ in meinen Bildern das, was mir gefällt, und ich versuche das formal so zu verändern, was ich empfinde, so dass es den Menschen, die drauf sind, gut tut. Viele Menschen finden das konträr, ich bin aber der Meinung, dass jeder Bilder für sich beurteilen sollte.«
Auch der Tod ist ein immer wiederkehrendes Motiv in Sengls Werk, und das mit einem durchaus unkonventionellen Zugang: »Ich finde, dass das Thema Tod eines ist, das jeden betrifft, und dann finde ich auch, dass Tote, vor allem Totenköpfe, optisch etwas sehr Schönes sind.«
Die Schau heißt »Grenzgang«, »Heimspiel« ist ihr Untertitel: Peter Sengl gehört zur Generation jener Künstler, die unter der Marke »Wirklichkeiten« in die Kunstgeschichte eingingen. In mehr als vier Jahrzehnten schuf der Künstler ein unverwechselbares Werk, in dem er ein opulentes, absurdes Theater inszeniert, ein gewaltiges Werk über die Stärken und Schwächen, Träume und Ängste der Spezies Mensch. Ein Welttheater, oft sehr österreichisch gefärbt. Gemalte Stücke einer Sacher-Masoch-Torte.