Ernst Fuchs
Ernst Fuchs
Foto: Gery Wolf

Ernst Fuchs

Malerfürst im Goldenen Dreieck

Ernst Fuchs wurde am 13. Februar 1930 als einziges Kind des jüdischen Altwarenhändlers Maximilian und der katholischen Näherin Leopoldine Fuchs geboren, schon als Dreijähriger verbrachte er ganze Tage mit dem Zeichnen rätselhafter Häuser. Vater und Großvater entkommen dem Naziterror, der Sohn wird mitten im Krieg katholisch getauft.
Mit 15 Jahren beginnt er sein Studium bei Albert Paris Gütersloh an der Akademie der Bildenden Künste und wird als Wunderkind bestaunt. »Er war der erste, der zu seinem Stil fand. Frühreif, begabt mit einer außerordentlichen Hellsichtigkeit, schienen ihm handwerkliche Meisterschaft und mittelalterliche Maltechnik bereits in die Wiege gelegt«, schrieb der Kunstkritiker Wieland Schmied über den Malerfürsten.
Mittelalterliche Dämonen und christliche Symbolik, aber auch Menschen und Maschinen der unmittelbaren Vergangenheit und Gegenwart bevölkern seine Bilder dieser Jahre. Salvador Dali proklamierte ihn in die Künstlerfreundschaft mit Arno Breker: »Wir sind das Goldene Dreieck der Kunst – Breker-Dali-Fuchs, man kann uns wenden, wie man will, wir sind immer oben.«
Das Markenzeichen des Malers, Architekten, Grafikers, Musikers und Mitbegründers der Wiener Schule der Phantastischen Realisten ist das aus einem von ihm entworfenen Stoff geschneiderte Käppi, das er stets auf dem Kopf trägt.