Wolfgang Hutter
Wolfgang Hutter
Foto: Gery Wolf

Wolfgang Hutter

Der Poetische und seine magischen Farbwelten

Wolfgang Hutter wurde am 13. Dezember 1928 als Sohn des Malers Albert Paris Gütersloh in Wien geboren. Ab 1944 studierte er in der Klasse seines Vaters an der Akademie der Bildenden Künste, 1947 schloss er sich dem von Gustav Beck gegründeten Art Club an, später war er Mitbegründer der Phantastischen Realisten. Der vom Magazin »profil« einst als »Österreichs schönster Maler« Bezeichnete pflegt eine dekorative, von stilllebenartigen Szenarien bestimmte Malerei, zu den Hauptmotiven in seinen magischen Farbwelten gehören Frauen und Pflanzen. 1965 entstand der Lithographiezyklus »Tätowierungen«, der zu den frühen grafischen Hauptwerken des Künstlers zählt.
Er war zweimal auf der Biennale in Venedig vertreten, sowie bei den Biennalen in São Paulo (1953 und 1963), in Tokio und in Florenz. Sein künstlerisches Gesamtwerk umfasst neben Ölbildern und Grafiken auch zahlreiche Bühnenbildentwürfe für die Wiener Staatsoper, das Grazer Opernhaus oder das Theater an der Wien sowie Entwürfe für Mosaike und Wandteppiche. Eine seiner bekanntesten Arbeiten, der berühmte »Zauberflötenzyklus«, entstand 1970, diese für die Oper entworfenen Bühnenbilder wurden jedoch nie realisiert. Von 1966 bis 1997 leitete er die Meisterklasse für Malerei an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien.