Adolf Frohner

Adolf Frohner

Verteidiger der Malerei

»Ich bin ein Feind der Beiläufigkeit«, sagte Adolf Frohner, Schöpfer monumentaler Bilderzyklen, anlässlich einer Retrospektive in Wien. Der 1934 im niederösterreichischen Groß-Inzersdorf geborenen Künstler, dem die Aufnahme an die Akademie der bildenden Künste verwehrt worden war, erhielt dank seines Mentors Herbert Boeckl ein Stipendium in Paris und machte Bekanntschaft mit den »Nouveaux Realistes«. Zurück in Wien mauerte er sich mit Hermann Nitsch und Otto Muehl drei Tage ein, der »Wiener Aktionismus« war geboren. Frohner kehrte ihm allerdings bald den Rücken, weil er nicht vor Publikum arbeiten wollte. Der internationale Durchbruch gelang dem 2007 verstorbenen Künstler bei den Biennalen in São Paulo und Venedig (1969/1970), wo seine immer mehr auf reine Malerei konzentrierten Werke starke Beachtung fanden.