15. Juni 2003
 
Kleine Zeitung

Hommage an Hrdlicka

Retrospektive. Mit dieser großen Sommerausstellung erweist das Kulturhaus St. Ulrich im Greith einem Klassiker der Moderne seine Referenz.

Provokant, kontroversiell, ausdrucksstark. So präsentiert sich das Schaffen des »Urgesteins« Alfred Hrdlicka in seinen Skulpturen, Zeichnungen Bronzen und Radierungen. Viel Prominenz verbeugt sich anlässlich der Vernissage in der Weststeiermark vor dem Bildhauer und Graphiker, der heuer seinen 75. Geburtstag gefeiert hat.

»Er ist ein aufrechter Künstler und scheut sich nicht, etwas auszusagen und gegen den Strom zu schwimmen«, würdigt der ehemalige Generalvikar Helmut Schüller das Wirken des politischen Menschen Hrdlicka. »Meine Kunst war immer Kunst für die Öffentlichkeit«, blickt der Künstler zurück. Dass es nach anderen großen Namen wie Hermann Nitsch nun tatsächlich gelungen ist, auch Alfred Hrdlicka nach St. Ulrich im Greith zu bringen, darauf ist Bürgermeister Karl König besonders stolz. Zu verdanken ist es dem Engagement der Kulturverantwortlichen Helena Wallner. In enger Zusammenarbeit mit der Galerie Ernst Hilger in Wien ist diese Retrospektive entstanden, die zur Begegnung und Auseinandersetzung mit dem expressiven Werk dieses Klassikers der Moderne einlädt.

Sandra Höbl

Die Ausstellung im Kulturhaus in St. Ulrich im Greith zeigt einen Querschnitt durch das Schaffen des Alfred Hrdlicka und ist bis 10. August jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.