15. Juni 2009
 
ORF Kunst und Kultur

»Phantasten« im Greith-Haus

Die Maler Arik Brauer, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden zählen zu den bekanntesten Vertretern des Phantastischen Realismus. Ihnen ist im Greith-Haus in St. Ulrich im Greith eine Sonderausstellung gewidmet.

Bunter Mix des Phantastischen

Der schlichte Titel der Schau lautet »Die Phantasten«. Die Werke stammen aus der Sammlung des Wiener Industriellen Peter Infeld und es ist eine respektable Auswahl, die Helena Wallner in dieser Schau präsentieren kann. Zu sehen ist ein bunter Mix aus Bildern der Phantastischen Realisten – angefangen bei ihrem geistigen Vater Albert Paris Gütersloh.

Die Werke von Ernst Fuchs – dem Maler mit der unvermeidlichen Kappe – haben eine unverwechselbare Handschrift. Ebenso unverwechselbar sind die Bilder von Arik Brauer mit seinen schwebenden Figuren.
Geradezu schon klassische Ikonen sind die Adam-Köpfe von Rudolf Hausner und die bekannten Spiralbilder des Regenbogen-Phantasten Friedensreich Hundertwasser.
Anton Lehmden ging eigene Wege – seine Bilder sind dunkler, schwermütiger.
Wolfgang Hutters feengleiche Gestalten tauchen immer wieder auf und bescherten dem Phantastischen Realismus den Ruf, eine ziemlich realistische Phantasie zu haben.

Ausgestellt sind auch Bilder der dritten Generation der Phantastischen Realisten – sie besteht aus Josef Bramer, Benedetto Fellin, Ulrich Gansert, Franz Zadrazil und Joachim Luetke. Österreichs verspielte Reaktion auf die Strenge der Moderne und Abstraktion ist bis 9. August im Greith-Haus zu sehen.