Christian-Ludwig-Attersee
Beim Eröffnungskonzert: Christian Ludwig Attersee am Flügel
Foto: Gerald Leitgeb / johnnywh.at

Attersee: Sternfleisch. Bilder aus letzter Zeit

Mit einer »Atterseestunde« wurde am 17. Juni die große Sommerausstellung 2016 im Greith-Haus eröffnet, bei der es neben Texten von Christian Ludwig Attersee auch persönlich vom Künstler dargebrachte Klavierstücke mit Gesang zu erleben gab. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen.

Nach Erwin Wurm und Herbert Brandl in den Vorjahren wird mit Attersee auch heuer wieder ein großer österreichischer Künstler im Greith-Haus präsentiert. Wie vielfältig sein Werk und die kreativen Betätigungsfelder dieses Universalisten sind, davon konnten sich die Gäste insbesondre beim Eröffnungsabend ein Bild machen.

Christian Ludwig Attersee ist nicht nur einer der bedeutendsten Maler seiner Generation und dieses Landes, er ist auch leidenschaftlicher Sänger und Komponist, dazu Autor, Bühnenbildner, Performancekünstler, Filmemacher, Fotograf, kurz: Es gibt kaum eine künstlerische Ausdrucksform, die Attersee nicht für sich beansprucht. Alles verdichtet sich im »Attersee-Universum« (Gerhard Roth), alles kann »atterseeisiert« werden (Günther Holler-Schuster).

Entsprechend groß war die Begeisterung bei der Vernissage zu dieser Schau, deren Werke bis auf wenige Ausnahmen zuvor noch nie zu sehen waren. Attersee brachte neben den jüngsten Werken auch seine Lieblingsbilder der letzten Jahre mit – eine Hommage an das Haus und zugleich sein Dank für die Einladung, hier in St. Ulrich im Greith auszustellen. Er selbst war zudem so begeistert vom Haus, dass er zugesagt hat, zur Finissage im August nochmals persönlich anzureisen.

Kurator Günther Holler-Schuster verstand es in seiner Einführung, den Besucherinnen und Besuchern das Schaffen Attersees näherzubringen

Gernot Rath vom ORF Steiermark erklärte sich spontan bereit, dem Publikum Gerhard Roths textliche Annäherung an das »Attersee-Universum« vorzutragen
Foto: johnnywh.at / Gerald Leitgeb

»Atterseestunde« mit Texten und Liedern

Höhepunkt des Eröffnungsabends war zweifelsohne die von Attersee und Bernd Jeschek gestaltete »Atterseestunde«: Jeschek trug Texte und Gedichte von Attersee vor, darunter den sich aus Biografie wie Leidenschaft erklärlichen Text rund ums Segeln sowie eine »Gedichtschaukel« mit lyrischen Umrankungen zu Künstlern wie van Gogh, Debussy, Kandinski, Schwitters, Kokoschka und vielen anderen. Attersee selbst spielte am Klavier und sang – bisweilen mit einer Stimme, die an Elvis Presley erinnert – von »Fleisch und Blut« nebst anderen »Atterseeliedern« und als Abschluss das Stück »Rampi Rampi«, einen Schlager, wie er selbst sagt, den er vor vielen Jahren geschrieben hat und der zur Hymne für Künsterlinnen und Künstler avancierte.

Zur Eröffnung gab es eine »Atterseestunde« mit Christian Ludwig Attersee am Klavier und Bernd Jeschek am Lesetisch
Foto: johnnywh.at / Gerald Leitgeb

Nach dem offiziellen Teil erwartete die gut 250 Gäste traditionsgemäß ein Buffet, diesmal zubereitet vom Gasthof Safran-Filatsch und thematisch ganz im Zeichen von »Sternfleisch« gehalten. Konditorspezialist Wolfgang Philipp aus Graz wiederum spendierte als süße Abrundung des Abends eine Torte im Attersee-Design, die vom Künstler persönlich angeschnitten wurde.

Bereits zur Tradition geworden: Konditor Wolfgang Philipp versüßt die Ausstellungseröffnungen im Greith-Haus mit individuell gestalteten Torten
Foto: johnnywh.at / Gerald Leitgeb

Geschenk und Ehrung für Gerhard Roth

Eine große Überraschung gab es an diesem Abend auch für Gerhard Roth. Anlässlich des ihm unlängst verliehenen Österreichischen Staatspreises für Literatur, insbesondre aber für sein jahrelanges Engagement für das Greith-Haus überraschten Bürgermeister Franz Silly und Gemeindevertreter den Schriftsteller mit einem Bild, das Attersee eigens für Roth gemalt hat.

Anerkennung wurde Gerhard Roth von der Gemeindevertretung zuteil, die ihm als Dank für sein jahrelanges Engagement ein Werk von Attersee überreichten
Foto: johnnywh.at / Gerald Leitgeb

Katalog und Wein zur Ausstellung

Auch zur heurigen Sommerschau ist wieder ein Katalog erschienen – diesmal in einem neuen, größeren und umfangreicheren Format. Dieser enthält neben Reproduktionen der ausgestellten Werke auch Gedichte von Christian Ludwig Attersee. Außerdem: Eine Einführung von Ausstellungs-Kurator Günther Holler-Schuster sowie den Text »Das Attersee-Universum« von Gerhard Roth. Erhältlich ist der Katalog im Greith-Haus sowie in unserem Online-Shop.

Passend zur Ausstellung haben drei Laubdorf-Winzer zudem ein Wein-Sortiment zusammengestellt, deren Etiketten jeweils ein Attersee-Werk ziert. Dazu ausgewählt wurden diesmal Schilcher (2015, Kuntner vlg. Mottibauer), Sauvignon blanc (2015, Schmidt vlg. Finsterl) sowie Roter Wildbacher (2003, Oswald vlg. Hubenjosl). Erhältlich ist der Ausstellungswein im 3er-Karton vor Ort im Greith-Haus.


Mehr als 1000 Besucher zur Halbzeit

Erfreuliche Zwischenbilanz: Mitte Juli wurde im Greith-Haus die bereits eintausendste Besucherin der heurigen Sommerausstellung »Attersee: Sternfleisch. Bilder aus letzter Zeit« begrüßt. Frau Erna Egger aus Übelbach und ihr Gatte, Univ.-Prof. Harald Egger, zählen seit vielen Jahren zu den Stammgästen des Hauses – diesmal wurden sie mit einer kleinen Aufmerksamkeit in Form von Greith-Haus-Kisterl (Weinsortiment), Attersee-T-Shirt und Ausstellungskatalog überrascht.

Fritz Fröhlich (li.) vom Kulturverein St. Ulrich im Greith gratuliert der eintausendsten Besucherin Frau Erna Egger (mit Gatten Univ.-Prof. Harald Egger).
Foto: Greith-Haus

Sonderführungen mit dem Kurator

Im Rahmen der Ausstellung fanden auch heuer wieder exklusive Sonderführungen mit dem Kurator Günther Holler-Schuster statt. Dieser wusste einen Eindruck von den vielfältigen Betätigungsfeldern des Künstlers zu geben und erlaubte sozusagen »einen Blick hinter die Leinwand«. Im Anschluss an die abendlichen Führungen lud das Greith-Haus-Team zum geselligen Beisammensein auf die Terasse, wo man sich bei kleinen Häppchen und Getränken weiter austauschen konnte.

Kurator Günther Holler-Schuster gibt den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in das Schaffen Attersees
Fotos: Dir. Helmut Puster

Impressionen vom Eröffnungsabend

Fotos: johnnywh.at / Gerald Leitgeb

Ausstellungsansichten

Fotos: johnnywh.at / Gerald Leitgeb

Sonderführungen mit dem Kurator

Fotos: Dir. Helmut Puster

Großes Medieninteresse

Unter den zahlreichen Gästen waren neben Vertretern der Printmedien auch der ORF Steiermark.

Stellvertretend für die vielen Medienberichte, die es im Vorfeld der Ausstellung und zur Eröffnung gab, hier zum Nachlesen und -sehen die Beiträge von ORF Steiermark:

Kurzbericht: ORF Steiermark
TV-Beitrag: Steiermark heute vom 18.6.2016


Die Ausstellung läuft noch bis 21. August 2016 und ist jeweils Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.