Sommerausstellung 2014

Erwin Wurm im Greith-Haus

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei

Die Personale »Erwin Wurm im Greith-Haus« ging am 10. August 2014 mit großem Erfolg zu Ende

Es war eine im wahrsten Sinne des Wortes raumfüllende Sommerausstellung, die das neue Greith-Haus-Team diesmal auf die Beine stellte. Zudem die einzige Erwin-Wurm-Ausstellung in Österreich im Jubiläumsjahr des renommierten Künstlers, der heuer im Juli seinen 60. Geburtstag feierte. Die Besucherinnen und Besucher hatten die Möglichkeit, das weltbekannte »Fat House« sowie weitere Exponate wie die abstrakten Skulpturen aus Frankfurter- und Knackwurst-Imitaten zu bestaunen. Darunter befanden sich auch Werke, die bislang noch nie öffentlich gezeigt wurden. Die individuell und ganz auf das Ambiente des Greith-Hauses zugeschnittene Ausstellung war nach Aussage von Gästen ein »Gesamtkunstwerk«.


Ausstellung, Abendführungen, Bowleabend

Fotos: Franz Tschiltsch, Fritz Fröhlich

Besonderen Anklang fanden die Donnerstag-Abend-Führungen mit Günther Holler-Schuster – dem Kurator der Ausstellung – der beim letzten Termin knapp 100 Interessierte durchs Greith-Haus führte. Zur Ausstellung erschien ein zweisprachiger Katalog mit den gezeigten Werken, einem kulturwissenschaftlichen Beitrag des Kurators sowie dem Essay »Der Zauber-Künstler« des Schriftstellers Gerhard Roth.

Verlässt man Erwin Wurms Universum, so ist man erstaunt darüber, wie langweilig die Wirklichkeit „draußen“ ist.
Gerhard Roth

Am Ende der Sommerausstellung wurde zum traditionellen Bowle-Abend geladen, der heuer mit Harfenklängen von Julia Fenninger und Elke Paternusch untermalt wurde. Auch Erwin Wurm war angetan vom Greith-Haus und dessen Philosophie, mit viel ehrenamtlichem Engagement großartige Kultur aufs Land zu bringen. Dass sich die Künstler in St. Ulrich wohl fühlen, ist demnach fast schon Programm.


Aus dem Gästebuch


Für das Greith-Haus-Team war die Ausstellung eine besondere Herausforderung: Zum einen das »Fat House«, das in Teilen zerlegt auf zwei Sattelschleppern nach St. Ulrich transportiert und in knapp einer Woche im Bühnenraum aufgebaut werden musste. Zum anderen die kleineren Skulpturen, welche aufgrund ihrer Fragilität sehr kompliziert zu verpacken und transportieren waren. Video zum Abbau »Fat House« ansehen…

Als Ausklang wartete für das Greith-Haus-Team nach dem Rücktransport der Werke eine spontane Einladung von Erwin Wurm zum gemeinsamen Mittagessen mit seiner Familie inklusive einer kleinen Stadtführung durch das niederösterreichische Eggenburg mit gotischen Giebelhäusern, Sgraffitohaus und Mariensäule.


Ausstellungskatalog

Anlässlich der großen Sommerausstellung ist ein zweisprachiger Katalog (dt./engl.) mit Textbeiträgen von Gerhard Roth und Günther Holler-Schuster (Kurator der Ausstellung) erschienen. Neben Abbildungen der in der Ausstellung gezeigten Exponate umfasst der Katalog eine Dokumentation weltweit aller Ausstellungen des berühmten »Fat House«, das als Highlight auch im Greith-Haus zu sehen war. Erhältlich ist der Katalog im Greith-Haus sowie in unserem Shop.


Vernissage

Großer Andrang und ein volles Haus anlässlich der Ausstellungseröffnung »Erwin Wurm im Greith-Haus« am 13. Juni 2014

Viel Prominenz aus Politik, Kunst, Kultur und Medien war angereist, um bei der Vernissage zur diesjährigen Sommerausstellung im Greith-Haus dabeizusein. Besondere Freude bereitete, dass Erwin Wurm eigens einen Zwischenstopp von Venedig nach Bangkok einlegen konnte, um der Eröffnung seiner heuer einzigen Ausstellung in Österreich beizuwohnen.


Fotos: Franz Tschiltsch, Fritz Fröhlich

Unter den zahlreichen Gästen, die dem Greith-Haus die Ehre erwiesen, waren Senta und Gerhard Roth, ORF-Landesdirektor Gerhard Draxler, Kurator Günther Holler-Schuster sowie die ehemalige steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic, die mit ihren Enkerln das sensationelle »Fat House« im Bauch des Greith-Hauses bestaunte. Landeshauptmann Franz Voves, begleitet von seiner Frau Ingrid, ließ es sich ob der eindrucksvollen Kulisse dann nicht nehmen, spontan und außer Protokoll einige begeisterte Begrüßungsworte zu sprechen. Und Erwin Wurm schließlich verabsäumte es nicht, die von Konditorspezialist Wolfgang Philipp mitgebrachte Torte in Form des »Fat House« gleich selbst anzuschneiden.