Herbert-Brandl
Herbert Brandl bei der Vernissage
Foto: johnnywh.at

Herbert Brandl

HOMELANDJOE AND THE HOLY BAUERNMONOS

Mehr als 500 Besucherinnen und Besucher kamen ins Greith-Haus, um der als eigenes Kunstwerk inszenierten Eröffnung der großen Sommerausstellung 2015 beizuwohnen. Die Gäste fühlten sich wohl und blieben – wie auch der Künstler selbst – bis spät in die Nacht.

War es im Jahr davor Erwin Wurm, der bei der Sommerausstellung im Greith-Haus präsentiert werden konnte, so ist es diesmal einer der bedeutendsten Maler seiner Generation – Herbert Brandl.

Entsprechend groß war der Andrang und die Begeisterung bei der Vernissage zu diesem »Heimspiel« Herbert Brandls. Der aus Schwanberg (unweit von St. Ulrich/Greith) stammende Künstler gab der Eröffnung persönlich die Ehre und widmete sich in zahlreichen, ausführlichen Gesprächen den interessierten Gästen. Auch Kurator Günther Holler-Schuster verstand es in seiner Einführung, den Besucherinnen und Besuchern Brandls Werk und insbesondre die Ausstellung näherzubringen. Als musikalische Umrahmung inszenierte Franz Jochum von der Grazer Kunstuniversität mit 35 Chorsängerinnen und -sängern sowie einem Gong ein eindrucksvolles, eigens für die Eröffnung komponiertes Tonstück, das als Klangraum viele Assoziationen zu den Werken Brandls erlaubte. Ein exquisites Buffet sorgte schließlich für die kulinarische Abrundung des Abends.

Unter den zahlreichen Gästen waren neben Vertretern der Printmedien und dem ORF auch prominente Gäste wie Martin Bartenstein und Gerhard Roth.


Herbert Brandl mit Ilse und Martin Bartenstein
Foto: Greith-Haus

Heimkehren in die eigene Jugend

In der eigens für das Greith-Haus konzipierten Ausstellung wird Herbert Brandl zum »Homelandjoe«: Er kehrt aus der Fremde zurück und bringt seine Interpretation folkloristischer Bauernmalerei – die Brandl in seiner Jugend kurzzeitig auch selbst betrieben hat – in Form von hier erstmals gezeigten Monotypien mit. Dazu Hyänen und bronzene Bestien, die mit Wappentieren wie Panther oder Löwe verwandt sind und die sich in den Gemälden wie auch als Skulpturen im Raum tummeln. Und dazwischen – verstreut wie riesige Steine in einem Flussbett – mit frischem Heu gefüllte Sitzsäcke aus Leinwandstoff, die dazu einladen, sich vor der monumentalen Hauptbild-Komposition niederzulassen, das duftende Heu wahrzunehmen und dem Blick Herbert Brandls nachzuspüren.

Dieses Ambiente, das mehrere Sinne anspricht und das Publikum einbindet, war letztlich auch ein Ziel für die Ausstellung, die mit und in all dem eine gelungene Umsetzung erfährt.


Kurator Günther Holler-Schuster verstand es, den Besucherinnen und Besuchern das Werk Herbert Brandls nahezubringen
Foto: johnnywh.at

Mit Chor und Gong inszenierte Franz Jochum einen eindrucksvollen Klangraum
Foto: johnnywh.at

Neu für die Ausstellung im Greith-Haus geschaffene Monotypien im Roth-Saal
Foto: Greith-Haus

Spontan und lebendig modellierte Bronze-Skulpturen sind im Greith-Haus ebenfalls zu bewundern
Foto: johnnywh.at

Wie gewohnt gab es zur Eröffnung ein exquisites Buffet für die Gäste
Foto: Greith-Haus

Bis spät in die Nacht signierte Herbert Brandl Bücher und Poster
Foto: johnnywh.at
In Kürze erscheint außerdem ein Katalog zur Ausstellung – mit Textbeiträgen von Kurator Günther Holler-Schuster und Gerhard Roth.

Katalog zur Ausstellung

Anlässlich der Ausstellung »HOMELANDJOE AND THE HOLY BAUERNMONOS« ist ein zweisprachiger Katalog erschienen. Der Katalog dokumentiert die im Greith-Haus installierte Schau und beinhaltet neben zahlreichen Fotos eine Einführung von Ausstellungskurator Günther Holler-Schuster sowie einen Essay von Gerhard Roth. Erhältlich ist der Katalog im Greith-Haus sowie in unserem Online-Shop.


ORF Steiermark Beitrag mit einem Interview von Kulturredakteurin Ilse Amenitsch: Brandl als neuer Trumpf im Greith-Haus…


Künstlerportrait zu Herbert Brandl – produziert von CastYourArt anlässlich der Ausstellung im Bank Austria Kunstforum 2012 in Wien: Herbert Brandl – Bilder aufladen bis sie (fast) platzen…


Die Ausstellung läuft noch bis 16. August 2015, jeweils Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Donnerstags finden um 19 Uhr Abendführungen mit Weinverkostung statt.