23. September 2017
20:00 Uhr
Kabarett
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Alfred Dorfer
(Montage: Robert Peres)

Alfred Dorfer: »bisjetzt – solo«

Der Titel lässt es schon anklingen: In seinem satirischen Ein-Mann-Theater »bisjetzt – solo« blickt Dorfer zurück … nicht nur auf die eigene Biografie, nach dem Motto »Meine besten Jahre«, das wäre nicht abendfüllend. Die Perspektive setzt woanders an.

Mit präziser Körpersprache und hintersinnigen Texten pflegt Alfred Dorfer das philosophische Wortspiel. Er kombiniert, kontrastiert und collagiert schwarzhumorig Ausschnitte und Bruchstücke aus seinen Anfängen im Ensemble Schlabarett, seinen Koproduktionen mit Josef Hader (»Freizeitmesse«, »Indien«) bis hin zum preisgekrönten Programm »fremd«. In flüssiger Dramaturgie komponiert er sie gekonnt und mit einer ordentlichen Portion Selbstironie zu seiner eigenen (fiktiven?) Biografie zusammen.

»bisjetzt – solo« ist deshalb kein gewöhnliches Best of, sondern, wie bei ihm üblich, ein eigenständiges Stück voll fröhlichem Nihilismus. Es ist die zielstrebige Spurensuche eines leidenschaftlichen Vordenkers und Nachfragers, eines Gedanken-Symphonikers und Wortspielers, durch den wir uns leicht zum Denken anregen lassen können. Kurz: eine Werkschau Dorfers, über den die Süddeutsche Zeitung schrieb: »Er ist der vielfältigst Begabte unter seinen deutschsprachigen Kollegen.«


Alfred Dorfer: »bisjetzt – solo« – Fotorückblick
 

Fotos: johnnywh.at / Gerald Leitgeb