12. November 2016
19:30 Uhr
Die wahren Abenteuer...
André-Heller
Foto: Jörg Burger; Collage im Hintergrund: André Heller Portrait von Christian Ludwig Attersee (1983)

Ein Abend mit André Heller

Der Weltenzauberer zu Gast im Greith-Haus

»Wenn von André Heller die Rede ist, weiß natürlich niemand, um wen es sich eigentlich handelt. Das ist der Preis, der dafür fällig wird, dass er weltbekannt ist«, schreibt Hans Magnus Enzensberger in einer Laudatio dem Rastlosen. Und weiter: »Er ist am liebsten dort, wo man ihn am wenigsten vermutet. Wahrscheinlich ist André Heller im Grunde ein Flüchtling, einer freilich, der sich nicht beklagt und dem es fern liegt, sich als Opfer zu fühlen. Auf die Vertreibung aus dem Garten Eden reagiert er dadurch, dass er sich seine eigenen Paradiese erfindet.«

André Heller zählt zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Künstlern weltweit. Seine Arbeiten umfassen Kunstwerke für Gärten, Wunderkammern, Prozessionen, Millionen verkaufter Schallplatten als Interpret seiner eigenen Lieder, Konzerte und Vorträge in Europa, Asien und Nordamerika, gigantische schwebende und schwimmende Skulpturen, Filme, pyrotechnische Spektakel und Labyrinthe. Er gilt als Erneuerer von Zirkussen und Varietés, inszenierte Theaterstücke und Shows, die vom Broadway bis zum Wiener Burgtheater, von Indien bis China, von Südamerika bis Afrika ein Millionenpublikum erreichten, plante Museen und ganze Erlebniswelten wie seinen kürzlich eröffneten Zaubergarten »Anima« vor den Toren Marrakeschs. Zuletzt begeisterte er auch als Romancier in »Das Buch vom Süden«, das in kurzer Zeit zum Bestseller avancierte.

André Heller versteht es, seine Fantasie zum Blühen und sein Publikum zum Staunen zu bringen. Keinem anderen gelingt es wie ihm, künstlerischen Anspruch und Publikumswirksamkeit so sehr zu verbinden. Sein umfassendes Werk spiegelt eindrucksvoll seine vielseitige, schillernde Persönlichkeit wider. Ein Abend mit André Heller ist wie eine Reise in eine andere Welt – eine Entdeckungsreise im besten Sinne.

Im Greith-Haus wird André Heller über sein künstlerisches Werk, seine Lebensgeschichte(n), seine Ideen, Träume und Visionen sprechen – salopp könnte man sagen: »Über Gott und die Welt«. Gesprächspartner ist Hubert Patterer, Chefredakteur und Geschäftsführer der Kleinen Zeitung und ein profunder Kenner der österreichischen wie internationalen Kunst- und Kulturszene, dessen journalistische Tätigkeit Mut, Offenheit, Direktheit und Objektivität auszeichnen.


Rückblick: André Heller im Greith-Haus

So voll wie an diesem Abend war das Greith-Haus noch nie – kein Wunder, stellte sich doch einer der bekanntesten Künstler der Welt zum Besuch ein. Dass er allen Erwartungen zum Trotz nicht aus seinem Buch vorlas, störte am Ende niemanden.

Der Abend mit André Heller war seit Monaten ausverkauft, und selbst am Veranstaltungstag kamen noch unzählige Anfragen: Enorm war das Interesse an der schillernden Figur Heller, die sich als Liedermacher, Autor, Erschaffer singulärer Skulpturen und ganzer Erlebniswelten weltweit einen Namen gemacht hat. Der »Weltenzauberer« wiederum gab sich beeindruckt vom Haus und dankte es den Gastgebern mit Offenheit und Sympathie.

Die rund 450 Besucherinnen und Besucher, die das Organisatorenteam rund um Corinna Löw letztlich im Greith-Haus unterbringen konnte, hingen dann auch an seinen Lippen. Denn Heller ist vor allem eines: ein wunderbarer Erzähler, egal bei welchem Thema. Und so lauschte das Publikum einer Fülle an zum Teil sehr persönlichen Geschichten, etwa über seine Familie oder von intensiven Begegnungen mit Persönlichkeiten aus seinem künstlerischen Umfeld. Heller sprudelte regelrecht vor Anekdoten und (klugen) Gedanken – so sehr, dass sein Gesprächspartner Hubert Patterer kaum zu Wort kam.

Heller blieb dann auch länger, als er es üblicherweise tut. Er sprach noch mit den Gästen, signierte sämtliche 100 Exemplare seines Buches und natürlich das Portrait, das an dem Abend gemacht wurde und nunmehr die ansehnliche Gästegalerie des Greith-Hauses ziert.

Fotos vom Veranstaltungsabend

Fotos: johnnywh.at / Gerald Leitgeb