18. November 2017
19:30 Uhr
Literatur
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Cornelius Obonya (Foto: Anjeza Cikopano), Elisabeth Orth (Foto: Jim Rakete)

Cornelius Obonya & Elisabeth Orth

Im Rahmen unseres Programmpunktes »Burgschauspielerinnen und Burgschauspieler zu Gast im Greith-Haus« lesen Elisabeth Orth und Cornelius Obonya aus Werken von Gerhard Roth

Kammerschauspielerin, Bayerische Staatsschauspielerin, Trägerin der Kainz-Medaille, des Grillparzer-Rings und des Liselotte-Schreiner-Rings – die Liste der Auszeichnungen für die 1936 in Wien geborene Burgschauspielerin Elisabeth Orth ist lang. Die Tochter der Schauspieler Paula Wessely und Attila Hörbiger absolvierte ihre Schauspielausbildung am angesehenen Max-Reinhardt-Seminar in Wien. 1965 debütierte sie am Wiener Burgtheater, im Oktober 2014 erhielt sie die Ehrenmitgliedschaft und seit Februar 2015 ist sie Doyenne des Hauses.

Ihr Sohn Cornelius Obonya wurde 1969 in Wien geboren. Mit 17 Jahren ging er ebenfalls ans Max-Reinhardt-Seminar, verließ es aber nach einem Jahr und lernte bei dem Kabarettisten Gerhard Bronner. Bronner gehörte zu den wichtigen Begegnungen seiner Laufbahn, ebenso Andrea Breth und Emmy Werner, die ihn 1989 ans Volkstheater Wien engagierte. Im Burgtheater spielte Obonya u.a. unter der Regie von Peter Zadek, Sven-Eric Bechtolf, Karin Beier und Carolin Pienkos. In den Jahren 2013 bis 2016 war er bei den Salzburger Festspielen in der Rolle des Jedermann zu erleben. Wie auch seine Mutter erhielt Cornelius Obonya für seine schauspielerischen Leistungen zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Elisabeth Orth liest aus »Landläufiger Tod« und »Alphabet der Zeit«, Cornelius Obonya aus Gerhard Roths neuem Roman »Die Irrfahrt des Michael Aldrian«.


Fulminanter Literaturabend im Greith-Haus

Voll des Lobes waren die Gäste beim fulminanten Literaturabend, der den Abschluss des heurigen Gerhard-Roth-Schwerpunktes im Greith-Haus anlässlich seines 75. Geburtstages markiert. Gleich zwei hochkarätige Gäste aus dem Ensemble des Wiener Burgtheaters erwiesen dem Jubilar die Ehre mit einer richtiggehenden Inszenierung der Werke »Alphabet der Zeit« und »Landläufiger Tod« sowie Gerhard Roths ganz neuem Roman »Die Irrfahrt des Michael Aldrian«.

Gerhard Roth zeigte sich geehrt und gerührt – es war sein Fest. Und die beiden Burgtheater-Stars waren so angetan und fasziniert vom Team und dem Haus, dass sie entgegen ihres ursprünglichen Zeitplans noch lange im Greith-Haus blieben. Gemeinsam mit Gerhard Roth tranken sie noch das eine oder andere Gläschen Sauvignon, und auch die Laubdorf-Jause war ganz nach ihrem Geschmack.
 

Fotos: johnnywh.at / Gerald Leitgeb