29. Jänner bis 13. Februar 2016
 
Theater im Greith
Theater-im-Greith

Jura Soyfer: »Der Lechner Edi schaut ins Paradies« und »Der Weltuntergang«

Premiere: Freitag, 29. Jänner 2016, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
Samstag, 30. Jänner 2016
Donnerstag, 11. Februar 2016
Freitag, 12. Februar 2016
Samstag, 13. Februar 2016 (jeweils 19:30 Uhr)

​Das »Theater im Greith« – eine Reihe motivierter, junger Menschen aus der Region um St. Ulrich – präsentiert unter der Regie von Wolfgang Lampl zwei hochbrisante und tiefgründige Stücke, die heute genauso aktuell und unterhaltsam sind wie zu ihrer Entstehungszeit in den 1930er-Jahren:

In »Der Lechner Edi schaut ins Paradies« erleben wir die Zeitreise eines abgebauten Arbeiters, der die Ursachen seiner Arbeitslosigkeit bekämpfen will, indem er vehement versucht, einige wichtige Erfindungen der Menschheitsgeschichte zu verhindern. Irgendwann steht er mit seinem Freund, einem Motor, und seiner Liebsten vor den Toren des Paradieses.

Im »Weltuntergang« wiederum begegnen wir der Verblendung, mit der die Menschen einem drohenden Kometeneinschlag und dem damit verbundenen Weltuntergang entgegentreten, während Wirtschaft und Militär aus der um sich greifenden Angst unverdrossen weiter Kapital schlagen.

Mit: Ivan Haring, Christian Haselmair-Gosch, Carina Jöbstl, Johannes Jöbstl, Viktoria Jöbstl, Brigitta Lampl, Lisa Schmidt, Oliver Schwarz, Claudia Stelzer, Florian Strohmeier, Julia Winkler, Joachim Zmugg. Musik: Lukas Wielandner​. Regie: Wolfgang Lampl
Jura Soyfer (1912 – 1939) hat nach einer kurzen und intensiven Schaffensperiode als Journalist, Lyriker und Dramatiker sein tragisches Ende im KZ Buchenwald gefunden. Seine intelligente und witzige Dramatik knüpft an die Tradition des Altwiener Volkstheaters an und ist in seiner Auseinandersetzung mit der großen Menschheitskrise in den 1930er-Jahren gerade heute aktuell wie nie.


Rückblick »Theater im Greith«

Bereits die Premiere im vollen Greith-Haus sorgte für viel mediales Lob und ausgelassene Stimmung im Publikum. In der laublosen Zeit hat sich die junge Truppe des »Theaters im Greith« das Greith-Haus zum Theater gemacht und sorgte dabei für beachtliches Aufsehen.

Jura Soyfers Stücke »Der Lechner Edi schaut ins Paradies« und »Der Weltuntergang«, die aus dem Geist der Krise der 1930er-Jahre entstanden sind, stellen auch heute noch die wesentlichen Fragen der Menschheit. Die talentierten Volksschauspielerinnen und Volksschauspieler gaben sich leidenschaftlich und mit Witz ihrer ganz eigenen Interpretation dieser Klassiker der modernen Theaterliteratur hin und gönnten sich in einer rasanten Szenenabfolge mit Liebe zur Verwandlung keine epischen Pausen.

Fotos: Bernhard Lampl