1. und 2. Oktober 2016
 
Musik und Literatur
Markus-Schirmer-Wolfram-Berger
Foto: bigshot.at / Christian Jungwirth

Wolfram Berger & Markus Schirmer: »Leben ist immer lebensgefährlich«

Samstag, 1. Oktober 2016, 20 Uhr
Zusatztermin: Sonntag, 2. Oktober 2016, 11 Uhr

In »13 Monaten« durch Doktor Erich Kästners lyrische Hausapotheke, dazu Musik von Beethoven, Schumann, Schubert u.a.

Lustvoll, spontan und eindringlich: das sind der Schauspieler Wolfram Berger und der Pianist Markus Schirmer, die im Greith-Haus schon in der Vergangenheit – wir erinnern uns an »Enge(l) im Kopf« oder »Alaska Grill« – virtuos allen hehren Ernst üblicher Konzertlesungen wegfegten.

Auch mit »Leben ist immer lebensgefährlich« begeben sie sich auf eine musikalisch-poetische Achterbahnfahrt. Den roten Faden bildet der wunderbare, lyrische Kalender »Die 13 Monate« von Erich Kästner, dem wehmütigen Satiriker und augenzwinkernden Skeptiker. »Er war Deutschlands hoffnungs­vollster Pessimist«, schrieb Marcel Reich-Ranicki einst über ihn.

Wolfram Berger liebt das freche Spiel mit Wörtern und die beißende Ironie. Lebendigkeit, Intensität und Leichtigkeit sind seine Markenzeichen. Ein eloquenter Paradiesvogel mit literarischem Gefieder, verspielt, tiefgründig, heiter, sodass das Zuhören zu einem vergnüglichen Traum-Abenteuer wird.
Markus Schirmer umgarnt die Worte Kästners am Flügel, er streichelt und boxt, holt Beethoven vom Himmel und macht Abstecher nach Absurdistan. Heiß, kalt, frisch, liebevoll und voller Poesie. Eine einzige Überraschung in schwarz-weiß. Und doch voller Farbe.


Veranstaltungsrückblick: »Leben ist immer lebensgefährlich«

Die Abendveranstaltung am Samstag war innerhalb kurzer Zeit ausverkauft, weshalb sich Markus Schirmer und Wolfram Berger kurzerhand bereiterklärten, am Sonntag einen Zusatztermin in Form einer Matinee einzulegen. Ihre Auftritte waren dann auch ganz so, wie man es von den beiden Künstlern gewohnt ist: Anspruchsvoll heiter und dabei humorvoll ernst, ein Traum-Duo in Hochform, das Publikum von Programm und der künstlerischen Perfektion begeistert. Nicht zum ersten Mal springt im Greith-Haus der Funke über, und die beiden planen bereits ein neues Highlight für das nächste Jahr – weil ihnen Haus und Gäste sehr am Herzen liegen, wie sie selbst zugeben.

Fotos: Greith-Haus