Kategorie: Theater
DEN GÖTTERN IN DIE SEELE BLICKEN
Verena Altenberger und Mavie Hörbiger lesen starke Texte über Frauen, die gehen, aufhören, nicht mehr mitspielen. Sie rechnen mit den Ungeheuern aus ihrem Leben ab und wagen den Widerstand. Sie steigen aus erstarrten Ordnungen aus und sehnen sich dabei nach nichts so sehr wie der Liebe auf Augenhöhe und ohne Abhängigkeiten.
Der Abend beginnt mit zwei Texten der französischen Autorin Virginie Despentes, die Plädoyers für Selbstbestimmung und das Recht auf eine selbstgewählte Männlichkeit halten. Es folgt Ingeborg Bachmanns klassische Erzählung „Undine geht“, die von einem Wasserwesen erzählt, das nach menschlicher Liebe und einer Seele sucht, aber an der Unmöglichkeit absoluter Liebe scheitert. Den Abschluss bilden Fragmente aus „Der Ring des Nibelungen“ in einer Bearbeitung von Necati Öziri, in denen Wotans Tochter Brünhilde ihren Weg zur Selbstbestimmung findet und sich von göttlicher Abhängigkeit löst.
Musikalisch wird das Duo von Clara Frühstück begleitet, die mit einem Konzertflügel und einem mit Nägeln und Gummi präparierten Klavier eine einzigartige Klangwelt erschafft. Die majestätische Tonart Es-Dur, die für Göttlichkeit und Liebe steht, bringt den Raum zum Vibrieren. Die Musik reicht von Technobeats bis hin zu Klängen, die einem Wagner-Orchesterstück in nichts nachstehen, und unterstreicht die emotionale Tiefe der Texte.
Der Abend ist in Zusammenarbeit mit dem Wiener Burgtheater entstanden, wo er auch immer wieder zu sehen ist.
Eintritt: 37,– Euro | ermäßigt: 33,– Euro (Ö1-Club, ACard, Steiermärkische Sparkasse) |
Studierende/Lehrlinge: 22,– Euro |
Jugendliche (bis 18 Jahre): 12,– Euro |
Kinder bis 12 Jahre gratis
Karten: Tel. +43 3465/20200 |
E-Mail reservierungen@greith-haus.at
Bitte beachten Sie die Einbahnregelung der Gemeinde bei der An- und Abfahrt zu unseren Veranstaltungen.
Die Rabtaldirndln
Ausgezeichnet mit dem Nestroy-Theaterpreis Beste Off-Produktion
Eine Koproduktion Die Rabtaldirndln & Kosmos Theater & Theaterland Steiermark
Das Rabtal existiert nicht, die Rabtaldirndln aber gibt es seit 22 Jahren. Zum 20. Jubiläum machen sie ein Stück über ihre Mütter. Sie filmen sie beim Verlesen von Texten der performenden Töchter. Sie dokumentieren ihre SMS-Konversationen mit ihnen. Sie laden sie zu einem gemeinsamen Schnitzelessen ein, tauchen dann aber selbst nicht auf. Schön für sie, könnte man sagen, aber was hat das mit uns zu tun? Erfreulich viel, denn eben durch diesen radikal persönlichen Zugang eröffnen die Dirndln mit ihrer Regisseurin Nadja Brachvogel ein immenses Feld, auf dem allerlei Gedanken zu Mutterschaft und Kindschaft in Zeiten aufgeklärter Kunstproduktion sprießen können. Auch eine Genderforscherin und bildende Kunst mit mehr oder weniger heiligen „Ahnfrauen“ wurden herangezogen. Selten hat Feminismus mehr Spaß gemacht als hier. Wenn zum Abschluss das töchterlose Schnitzelessen nachgestellt wird, ist das zugleich der lustigste und einer der rührendsten Theatermomente des Abends.
Mitwirkende:
Regie: Nadja Brachvogel
Konzept, Text & Umsetzung: Die Rabtaldirndln, Nadja Brachvogel
Bühne & Kostüm: Lisa Horvath
Dramaturgie: Martin Brachvogel
Video: Andrea Schabernack, Natalie Pinter
Performerinnen: Barbara Carli, Rosa Degen-Faschinger, Bea Dermond, Gudrun Maier
Eintritt: 24,– Euro | ermäßigt: 19,– Euro (Ö1-Club, ACard, Steiermärkische Sparkasse) |
Studierende/Lehrlinge: 10,– Euro |
Jugendliche (bis 18 Jahre): 5,– Euro |
Kinder bis 12 Jahre gratis
Karten: Tel. +43 3465/20200 |
E-Mail reservierungen@greith-haus.at
Bitte beachten Sie die Einbahnregelung der Gemeinde bei der An- und Abfahrt zu unseren Veranstaltungen.
Die Spitzenkandidat:innen – „Thinktank deluxe“
Der Abend borgt sich die Sprache der Demagogen, um sie gegen sich selbst zu wenden.
Zwischen Diktatoren-Zitat und Hashtag, zwischen Parole und Poetry zerlegt sich die Propaganda live auf der Bühne.
Demokraten, Technokraten, Potentaten, Autokraten, Diktatoren, Herrscher, Kaiser – sie alle werben legitim und illegitim um die Gunst ihrer Untertanen. Wir begeben uns staatstragend auf die Spurensuche nach Mitteln und Wegen, die den Wahlsieg nach der Auszählung nach Hause bringen sollen. Jedes Wahlzuckerl lassen sich Berndorff und Hatzl lustvoll auf der Zunge zergehen.
Der Reiz des Unvorhergesehenen und die Reaktion auf die aktuelle gesellschaftliche Situation sind ihr Sprungbrett ins Unterbewusste, Geheimnisvolle, Abgründige, Fremde – oder ist doch alles ein abgekartetes Spiel?
Wie klingt Macht? Wie riecht Überzeugung? Und ab wann wird aus Meinung Manipulation?
Unser Abend seziert die Sprache der Verführer – von gestern bis heute. Wir spielen mit Klischees, Parolen und Pathos, bis die Worte kippen – und ihre Absurdität sichtbar wird.
Ein Abend zwischen Satire und Schock, zwischen Lachkrampf und Sprachkrampf.
Besetzung:
Clemens Berndorff: Nach zahlreichen Arbeiten in Wien (u. a. TAG-Theater an der Gumpendorfer Straße, Bernhard-Ensemble, Theater Nestroyhof Hamakom, Theater Drachengasse) führten Clemens Berndorff Engagements in die Schweiz (Stadttheater St.Gallen) und ans Landestheater Linz. Er war und ist in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. 2015 spielte er in der ORF-Serie „Altes Geld“, unter der Regie von David Schalko, 2018 wirkte er u. a. als Sammy in der ORF-Stadtkomödie „Geschenkt“ unter der Regie von Daniel Prochaska mit. 2022 spielte er die Rolle des Ben in der ZDF Neo-Serie „Am Ende: Die Macht der Kränkung“, 2023 übernahm Berndorff in dem ORF-Landkrimi „Bis in die Seele ist mir kalt“ eine der Hauptrollen.
Simon Hatzl: Hatzl studierte ab 1995 am Wiener Max-Reinhardt-Seminar und machte 1999 seinen Abschluss im Fach Schauspiel. Seitdem ist er in zahlreichen Theater- und Filmproduktionen zu sehen. So spielte er etwa für das Theater der Jugend sowie in „Kommissar Rex“ und „Mein Mörder“. 2001 war er als Bester Nachwuchs für einen Nestroy nominiert.
Aus der Reihe „Greithdenken: Theatrale Debatten zu regionalen und gesellschaftlichen Fragen“:
Gemeinsam mit dem Schauspieler Simon Hatzl hat das Greith Haus die Theaterreihe „Greithdenken“ ins Leben gerufen. In regelmäßigen Abständen entwickelt der aus Wies stammende Künstler Stücke, die sich mit gesellschaftskritischen und regional relevanten Themen auseinandersetzen – immer mit einem Blick auf das, was uns bewegt.
Eintritt: 29,– Euro | ermäßigt: 27,– Euro (Abo, Ö1-Club, ACard, Kund:innen der Steiermärkische Sparkasse) |
Studierende/Lehrlinge: 20,– Euro |
Jugendliche (bis 18 Jahre): 12,– Euro |
Kinder bis 8 Jahre gratis
Karten: Tel. +43 3465/20200 |
E-Mail reservierungen@greith-haus.at
Bitte beachten Sie die Einbahnregelung der Gemeinde bei der An- und Abfahrt zu unseren Veranstaltungen.
Der Kasperl kommt ins Greith Haus!
Rochus und Lilobäh lesen in einem geheimnisvollen Buch. Plötzlich verwandeln sie sich in Bäume. Wird es Kasperl und Weißohr gelingen, die beiden Freunde wieder zu entzaubern?
Für alle ab 3 Jahren
Eintritt frei!
Anmeldung: Tel. +43 3465 20200 | E-Mail reservierungen@greith-haus.at
Andreas Vitasek I Spätlese
Die Zeitenwende aus der Sicht eines satirischen Einzelgängers. Herb, aber mit etwas Restsüße blickt Andreas Vitasek in seinem neuen Programm „Spätlese“ auf die aktuellen Themen unserer Zeit.
Klimaschutz, Pandemie, politische Korrektheit, unverschämte Werbung, künstliche Intelligenz und natürliche Blödheit werden durch die Brille eines gereiften, aber keinesfalls seriösen Herren betrachtet.
Er erlaubt sich nostalgische Ausflüge in Zeiten, wo vermeintlich alles besser war, streift seine eigene Vergangenheit als Kind Favoritens, um sich als Boomer im noblen Diplomatenviertel wiederzufinden. Und natürlich taucht ein alter Bekannter wieder auf.
In Kooperation mit dem Festival schillern 2025.
Eintritt: 29,– Euro ermäßigt: 27,– Euro (Abo, Ö1-Club, ACard, Kund:innen der Steiermärkische Sparkasse) |
Studierende/Lehrlinge: 20,– Euro |
Jugendliche (bis 18 Jahre): 12,– Euro |
Kinder bis 8 Jahre gratis
Karten: Tel. +43 3465/20200 |
E-Mail reservierungen@greith-haus.at
Philipp Hochmair -„Amerika“ von Kafka
Kafkas epochales Werk „Amerika“ schildert zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Geschichte eines Heimatlosen. Von den Eltern aus Europa vertrieben, erlebt Karl Roßmann in Amerika nicht die gewünschte Verheißung, sondern den sozialen Abstieg. Kafkas Romanfragment „Amerika“ ist ein überlagertes Bild aus Mythen, Projektionen, Fakten und der Fantasie. Die Reise des Auswanderers Karl Roßmann findet im Kopf statt, von der Einfahrt in den Hafen New Yorks bis zur finalen Zugfahrt zum großen Naturtheater von Oklahoma ist es die Odyssee eines Anschlusssuchenden, der bis zuletzt nicht an der eigenen Isolation verzweifelt und vielleicht sogar am Ende im Theater Oklahomas jenes Zuhause findet, das er fortwährend suchte.
Der als Salzburger Jedermann und aus Film und Fernsehen bekannte Philipp Hochmair spielt nicht nur Karl Roßmann. Wie im Sekundentakt wechselt er als Virtuose der Darstellung in dem facettenreichen Solo zwischen den vielen Figuren und präsentiert den Roman als Phantasma und Erlebnis eines einzigen Schauspielers.
Besetzung:
Philipp Hochmair
Regie: Bastian Kraft
Trailer: „Amerika“ – Franz Kafka – Philipp Hochmair
Eintritt: 35,– Euro ermäßigt: 32,– Euro (Abo, Ö1-Club, ACard, Kund:innen der Steiermärkische Sparkasse) | Stehplätze: 15,- Euro
Studierende/Lehrlinge: 20,– Euro |
Jugendliche (bis 18 Jahre): 12,– Euro |
Kinder bis 8 Jahre gratis
Karten: Tel. +43 3465/20200 |
E-Mail reservierungen@greith-haus.at
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Besuchen Sie unsere Matinee am Sonntag, 4. Mai, 11:00 Uhr mit der Bahn und einem kostenlosen Transfer ins Greith Haus!
Genießen Sie vor Beginn der Veranstaltung einen Spaziergang in Sankt Ulrich in Greith oder erfrischen Sie sich im Café des Greith Hauses.
Öffentliche Anreise:
Graz Hauptbahnhof – Wies-Eibiswald Bahnhof
8:06 Uhr Graz Hauptbahnhof ab
9:23 Uhr Bahnhof Pölfing-Brunn an
Wies-Eibiswald Bahnhof – Graz Hauptbahnhof
13:40 Uhr Bahnhof Pölfing-Brunn ab
15:00 Uhr Graz Hauptbahnhof an
Wir organisieren gerne Ihren Transfer zwischen Bahnhof Pölfing-Brunn und Greith Haus. Kontaktieren Sie uns unter reservierungen@greith-haus.at oder telefonisch unter +43 3465 20200.
Unabhängig davon stehen Ihnen natürlich auch die hervorragenden Services des WEINmobils zur Verfügung!

HILDE
Eine Kooperation mit TiB – Theater im Bahnhof.
Menschen reagieren sehr unterschiedlich, wenn sie erfahren, dass sie lebensbedrohlich erkrankt sind. Manche leben weiter wie bisher, manche gehen auf Reisen, manche werden religiös. Und manche erfüllen sich einen langgehegten Wunsch. So auch diese Bühnenfigur, die ihre Krebserkrankung zum Anlass nimmt, einen Abend über die von ihr verehrte Hildegard Knef zu machen. Einen rücksichtslosen Abend, so wie er ihr gefällt.
Können der Glamour der Knef und ihr gnadenloser Blick auf sich selbst einen Hauch von Unvergänglichkeit auf das eigene Leben abfärben? Sie hatte es ja auch. Sie nannte es Urteil. Sie sprach von einem Davor und einem Danach.
Die Protagonistin wird nicht versuchen, Knefs Geschichte zu erzählen, sondern sich ein paar ihrer Lieder zu leihen. Sie wird daraus Kraft nehmen. Und sich vielleicht einige offene Fragen beantworten können.
Performance: Martina Zinner
Regie: Ed. Hauswirth
Ausstattung: Heike Barnard
Musik: Thomas Pfeffer
Textbeiträge: Pia Hierzegger
Bühnenbau: Martin Schneebacher
Technik: Moke Rudolf-Klengel, Armin Sauseng
Eintritt: 27,– Euro ermäßigt: 25,– Euro (Ö1-Club, ACard) |
Studenten/Lehrlinge: 20,– Euro |
Jugend (bis 18 Jahre): 10,– Euro |
Kinder bis 8 Jahre gratis
Karten: Tel. +43 3465/20200 |
E-Mail reservierungen@greith-haus.at
Kernölamazonen Sexbomb forever
Der Vorhang geht auf, das Licht geht an. Doch anstatt auf der Bühne ihr neues Programm zu spielen, finden sich die beiden Kernölamazonen, Caro und Gudrun, im Jenseits wieder.
Was ist geschehen? Gemeinsam versuchen sie das Rätsel zu lösen. Dem Nichts ausgeliefert, schwelgen sie in ihrer Vergangenheit. Sie durchleben ihre Anfänge, lachen über Anekdoten des Lebens und enthüllen Geheimnisse, von denen sie selbst noch nichts wussten.
Was kommt, wenn nichts mehr kommt? Sexbomb forever?
Eintritt: 27,– Euro ermäßigt: 25,– Euro (Ö1-Club, ACard) |
Studenten/Lehrlinge: 20,– Euro |
Jugend (bis 18 Jahre): 10,– Euro |
Kinder bis 8 Jahre gratis
Thomas Maurer „Zeitgenosse aus Leidenschaft“
Man kann auf der Autobahn fahren und dabei die Klimaanlage auf Weißweintemperatur stellen.
Man kann schweißüberströmt auf dem Hometrainer sitzen und dabei nirgendwo hin kommen.
Oder für die Freiheit demonstrieren, sich eine infektiöse Lungenerkrankung einzufangen.
Oder kühl distanziert der Zeitung entnehmen, welcher unseligen Weltgegend gerade „Hilfe vor Ort“ in Aussicht gestellt wird und wer gerade wieder „Klimahysterie“ gesagt hat.
Oder einfach sitzen und schauen: An der Zeitgenossenschaft führt kein Weg vorbei.
Und Sachen, an denen man eh nicht vorbei kommt, sollte man mit Leidenschaft erledigen. Dann ist es weniger fad.
Regie: Petra Dobetsberger
Eintritt: 27,– Euro ermäßigt: 25,– Euro (Ö1-Club, ACard) |
Studenten/Lehrlinge: 20,– Euro |
Jugend (bis 18 Jahre): 10,– Euro |
Kinder bis 8 Jahre gratis
Karten: Tel. +43 3465/20200 |
E-Mail reservierungen@greith-haus.at
Der Kasperl kommt ins Greith Haus!
Josef ist das Haustier der Nixe vom Badeteich. Normalerweise ist er echt brav. Doch heute ist er einfach davongelaufen. Die arme Nixe weint ganz fürchterlich. Kasperl und Petzi müssen ihr helfen. Doch wie sieht Josef aus und wo steckt er nur?
Für alle ab 3 Jahren
Im Rahmen des heurigen Laubdorffestes am Pfingstsonntag.
Dauer: 30 Min.
Eintritt frei!
Anmeldung: Tel. +43 3465 20200 | E-Mail reservierungen@greith-haus.at