Das Greith Haus

Das Greith Haus ist ein Kulturhaus im Dorf St. Ulrich in Greith in der Gemeinde Sankt Martin im Sulmtal in der Steiermark.

Mit hohem Anspruch an Qualität und Exklusivität bietet das Greith Haus Veranstaltungen von regionalem, überregionalem und internationalem Format. Ausstellungen, Konzerte und Lesungen finden hier ebenso Raum wie Film- und Theateraufführungen. Jährlich besuchen mehrere tausend Kunst- und Kulturinteressierte das Greith Haus, die das besondere Programm „im Zentrum der Peripherie“ schätzen.

Als der Schriftsteller Gerhard Roth mit weiteren Kulturschaffenden vor nun schon 20 Jahren mitten am Land, in der kleinen Ortschaft St. Ulrich in Greith ein internationales Kunst- und Kulturzentrum initiierte, meinten viele, so etwas kann abseits der großen urbanen Zentren nicht funktionieren. Mittlerweile ist das von den Architekten Szyszkowitz-Kowalski errichtete “Greith Haus” ein Begriff in der internationalen Kunstszene, und wurde unter dem Slogan “Im Zentrum der Peripherie” zu einem Symbol des Steirischen Kulturlebens: Spannende, weltoffene Kunst abseits der großen Städte zu bieten, dort, wo man sie nicht erwartet

“Kunst soll lernen auf dem Land zu Hause zu sein”, kommentierte Hermann Nitsch 2001 sein Ausstellungsprojekt. Und das ist sie hier im Greith Haus in beeindruckender Manier.

Zum jährlichen Fixprogramm gehören Konzertreihen, Lesungen, Kabarett- und Filmabende sowie Theaterproduktionen. Jahreshöhepunkte markieren die Sommerausstellungen, bei denen sich namhafte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler präsentieren. Darüber hinaus werden in Eigenproduktionen und in Kooperation mit ansässigen Institutionen lokale Talente im Musik- und Theaterbereich gefördert.  Zwei neue Programmschienen für Musik und bildende Kunst werden die Jugenförerung künftig noch forcieren.

Ziel ist, die kulturelle Nahversorgung zu gewährleisten, das Publikum für Kultur  zu begeistern und einen Rahmen für eine kritische Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur zu bieten. Die lokale Verankerung des Hauses stärkt das Bewusstsein der Landbevölkerung, schafft wertvolle Impulse für die Region und weckt großes Interesse für Interssierte aus der ganzen Steiermark und den angrenzenden Bundesländern sowie den BesucherInnen der Region. Dazu zählt auch die zunehmende Berücksichtigung und Einbindung des Nachbarraums Slowenien.

Die konsequente und bewährte Programmlinie des Greith Hauses schafft Unverwechselbarkeit und Kontinuität. Trotzdem wird behutsam expandiert und in verschiedenen Bereichen aktuellen Trends Raum und Möglichkeiten geboten.

Da der Kulturverein aus lokalen Personen erwachsen ist, wirkt er identitätsstiftend für die ansässige Bevölkerung. Die künstlerische Entwicklung soll schon im jungen Alter gefördert werden, um bereits Jugendliche für Kunst und Kultur zu interessieren.

Mit Veranstaltungen, die aktuelle Themen aufgreifen, leistet das Programm des Greith Hauses einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs.

Das Kulturhaus St. Ulrich in Greith ist nach den modernsten technischen Richtlinen ausgerichtet. Der Saal verfügt über 240 Sitzplätze und 100 Stehplätze.

Die Architekten Karla Kowalski und Michael Szyszkowitz plante ein Bauwerk, das sich bestens bestens in den Ortskern einfügt und erhielten dafür im Jahr 2001 den Österreichischen Bauherrenpreis. Es wurde mit Gefühl und Verstand auf ein Hanggrundstück gesetzt. Zwischen den vier massiven, hohen Eckpfeilern, die mit 25.000 grauglasierten Ziegeln verkleidet sind, spannt sich ein bewegter Innenraum aus Holz und Glas. Der Vorzeigebau in Schilcherrot und Hellgrau fügt sich in Form, Farbe und Material zu einem harmonischen Dreiklang.